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19.09.2021 - 2. Zentralschweizer Elternforum in Luzern

Eltern von Kindern mit einer Behinderung gehören dazu.

Vergangenen Samstag trafen sich 70 Eltern in Luzern oder auch zu Hause vor ihrem Bildschirm zum zweiten Elternforum Zentralschweiz. Das Thema der diesjährigen Ausgabe war «Gehören wir dazu?». Nach einem berührenden Impulsreferat von Ann-Christin Plate aus Berlin, leitete Regula Späni die Podiumsdiskussion mit spannenden Gästen bestehend aus Eltern, Geschwister und Menschen mit einer Behinderung.

Anne-Christin Plate, Mutter eines Jungen mit Down-Syndrom, wählte die Kunst als Bewältigungsstrategie. Ihr Film «IKTAMULI» zeigt all die Gefühle wie Freude, Glück, Selbstmitleid, Wut, Trauer mit Zeichnungen und Sprache. Sie realisierte diesen Film für sich aber auch alle Eltern mit einem Kind mit Behinderung. Ihr Referat war ein stimmiger Einstieg in die Frage im Raum «Gehören wir dazu?»

Auf dem Podiuum sassen:
- Sara Satir, Mutter eines Jungen mit Autismus und cerebraler Bewegungsstörung
- Reto Pabst, Vater eines Jungen mit Mehrfachbehinderung
- Erhard Widmer, Vater eines Jungen mit Sehbeeinträchtigung und Mehrfachbehinderung
- Harriet Bucher, Schwester einer Jugendlichen mit Cerebralparese
- Tabea Peyer Wüthrich, Schwester eins Mädchens mit Trisomie 21
- Ursulina Hermann, Mutter im Rollstuhl
- Jahn Graf, Moderator Paralympics 2020, Youtuber mit Cerebralparese

«Wir Eltern sind Experte im Leben unseres Kindes. Ich wünschte mir, dass wir auch von Fachpersonen, Ärzt:innen, Therapeut:innen als diese wahrgenommen werden».

Erhard Widmer, Vater über die Haltung von aussen

«Wenn Menschen im Rollstuhl an gewisse Plätze nicht hingehen können, fehlt auch das Bewusstsein, dass es schwierig ist diesen Ort zu erreichen. Wir sind schlichtweg nicht sichtbar».

Harriet Bucher, Schwester, studiert Raumplanung an der ETH Zürich

«Ein Grossteil der Behinderungen werden im Verlauf des Lebens erworben. Behinderung geht uns alle etwas an».

Sara Satir, Mutter und Coach

Zum Abschluss fragt Regula Späni Jahn Graf, ob wir um die Rechte lauter fordern sollten statt höflich zu bitten. Er entgegnet, immer mit erhobenen Zeigefinder durch die Gegend zu gehen, sei anstrengend. Da bekomme man den Krampf. Vielmehr brauche es wohl ein gesundes Mittelmass. Aber, die Gesellschaft bewege sich nicht, wenn wir nicht sichtbar sind.

Beim anschliessenden Apéro riche nutzten die Eltern vor Ort die Gelegenheit sich auszutauschen. Nicht allein zu sein mit seinen Themen, Sorgen und Ängste, dies tue gut. So viele Stimmen. Ja, wir gehören dazu.

Link zum Livestream Elternforum:
https://youtu.be/wTl3D0cPEXM

Das Elternforum steht für barrierefreie Veranstaltungen. Unsere Veranstaltung konnte vor Ort oder per Stream zu Hause verfolgt werden und wurde von einer Gebärdedolmetscherin übersetzt. Leider, leider gab es technische Probleme und deshalb ist die Gebärdendolmetscherin Frau Schwarz nicht sichtbar im Video. 

 

28.08.2021 - Das neue Procap Magazin da!
Im Fokus steht dieses Mal der Assistenz-Beitrag. Auf den blau-orangen Seite in der Mitte des Magazin finden Sie die Beiträge zu unserer Region Zentralschweiz und alle geplanten Veranstaltungen im Herbst 2021!

Link zum PDF Procap Magazin Nr. 3

 

15.06.2021 - Bildungs-Gutscheine "Grundkompetenzen fördern"
Der Kanton Luzern möchte mit den Bildungskursen "besser-jetzt" die Grundkompetenzen erwachsener Personen fördern. Das Kursangebot umfasst Lesen, Schreiben, Rechnen, Computer. Auf dem Berufs- und Weiterbildungs-Zentrum (BIZ) gibt es gratis eine Kurz-Beratung über die Kurse. Nähere Infos finden Sie unter www.besser-jetzt.ch/luzern 
Der Bildungs-Gutschein hat einen Wert von  Fr. 500 und darf auf der Geschäftsstelle Procap abgeholt werden. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht und pro Mitglied gibt es einen Bildungs-Gutschein.

21.01.2021 - HE und IPZ
Neue verbesserte Regelungen bei Hilflosenentschädigung (HE) und Intensivpflegezusatz (IPZ) im Spital bei Kindern.

Link zum PDF HE/IPZ 

 

Neue AHV/IV/EO-Beiträge
In der Volksabstimmung vom 27. September 2020 ist die Einführung des Vaterschaftsurlaubs gutgeheissen worden. Der Bundesrat hat beschlossen, die Änderung per 1. Januar 2021 in Kraft zu setzen. Diese Änderung ist für Personen die IV-Assistenzleistungen erhalten und Assistenzpersonen angestellt haben.
 
Der AHV/IV/EO-Beitragssatz erhöht sich um 0.45%  von 10.55% auf 10,6 %. 
Die Lohnbeiträge werden je zur Hälfte von Arbeitgeber (5,3%) und Arbeitnehmer (5,3%) getragen.

 

 

01.01.2021 - Änderungen Ergänzungsleistungen
Ab dem 1. Januar 2021 treten die Änderungen im Ergänzungsleistungsgesetz in Kraft.

Erfahren Sie mehr dazu im Live-Stream-Vortrag über die Neuerungen im Ergänzungsleistungsgesetz (EL)
 

Oder bestellen Sie die Informationsbroschüre auf der Geschäftsstelle gegen einen Unkostenbeitrag von Fr. 5. Die Informationsbroschüre kann auch über folgenden Link herunter geladen werden.

 

Wer Angehörige wegen coronabedingten Institutionsschliessungen betreuen muss und deswegen nicht mehr wie gewohnt arbeiten kann, soll unabhängig vom Alter der Person eine Erwerbsersatzentschädigung erhalten.

Erfreulicherweise hat der Bund bei den kleinen Kindern, die betreut werden müssen rasch gehandelt – und dann auch nachgebessert bei älteren Kinder mit einer Behinderung, die wegen Corona ihre Betreuungsstruktur tagsüber verloren haben. Auch hat der Bund bei der Assistenz sehr schnell und pragmatisch Lösungen präsentiert. Lobenswert ist auch, dass die IV-Taggelder weiter ausbezahlt wurden. Für diese schnelle, unkomplizierte und wichtigen Lösungen gebührt dem Bundesamt für Sozialversicherung ein grosses Dankeschön. 

Umso unverständlicher ist es, dass der Bund nichts machen will bei Erwachsenen mit einer Behinderung – denn bei vielen Behinderungen hängt der Betreuungsbedarf oft nicht vom Alter ab. Auch bei Erwachsenen in Institutionen müssen die Angehörigen bei der Schliessung einer Institution von einem Tag auf den anderen einspringen – und niemand wird das eigene erwachsene Kind, das bei einer Institutionsschliessung vor der Türe steht abweisen. 

Auch der Kanton Luzern hat mit seiner Weisung bezüglich Heimpauschale gezeigt, dass er schnelle und einfache Lösungen in der Krise schaffen kann. Dies lässt uns hoffen, dass der Kanton die Erweiterung subsidiär übernimmt!

Zum Bericht im Sonntagsblick

 

 

Das Bundesamt für Sozialversicherung hat verschiedene Erleichterungen beim Assistenzbeitrag vorgenommen. Es können zum Beispiel Gesuche an die IV-Stellen um Erhöhung des Assistenzbeitrages bei Menschen mit Behinderung, die normalerweise Sonderschulen, Tagesstätten oder Werkstätten besuchen und nun zu Hause bleiben müssen gestellt werden. 

Bei Fragen oder unklarheiten stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung

Corona Assistenzbeitrag.pdf